Erst einmal hat jeder eine Garantie auf sein Recht, die garantiert, dass ein rechtlich relevanter Fall vor einem neutralen Richter geklärt werden kann. Vor Gericht hat jeder Bürger Anspruch auf rechtliches Gehör. Das heißt demgemäß, dass kein Urteil zu Lasten eines Bürgers gesprochen werden darf, wenn dieser sich nicht zu diesem Zwischenfall äußern konnte. In zivilrechtlichen Fällen hat somit sowohl Ankläger als auch Beklagter die Aussicht vor Gericht zu handeln und die entsprechende Meinung und die Sachlage zu erläutern. Bei vielen Personen dominieren zugegeben weiterhin die Bedenken vor die Aufwendungen für eine möglicherweise Gerichtsverhandlung nicht tragen zu können.
Diese Angst ist allerdings meistens unbegründet, da sich die Kosten für ein Prozess bei Deutschen Gerichten in der Regel zunächst auf einem bedingt übersichtlichen Niveau bewegen. Die Aufwendungen für einen Anwalt sind zwar erheblich höher, wer aber über wenig Einkommen verfügt, kann Prozesskostenhilfe beantragen. Wird eine Prozesskostenhilfe beantragt stellt der Rechtsanwalt seine Kosten nicht dem Klienten, sondern anstelle dessen dem Staat in Rechnung. Dies ist insbesondere für die Gerichtsverfahren relevant, für die es hierzulande einen Anwaltszwang gibt, zum Beispiel bei Scheidungen oder Verfahren vor den Landgerichten. Wird nur eine juristische Rechtsberatung gewünscht, kann man ein Ersuchen bei dem für seinen Wohnort zuständigen Amtsgericht stellen. Auch bei einer Rechtsberatung übernimmt der Staat die Kosten für diese Beratung. Mit einem solchen Schein muss der Betroffene höchstens 10 Euro an den Anwalt zu zahlen.
Fachanwalt für Medizinrecht
Das Medizinrecht beinhaltet nicht nur alleinig den Bereich der Prozesse auf Grund eines eventuellen Behandlungsfehlers, sondern ebenfalls das Arbeits- und Berufsrecht in Heilberufen, das Krankenhausrecht und das Pflegeversicherungsrecht, um nur einige weitere Punkte aufzuführen. Juristen, welche sich auf dieses Gebiet spezialisiert haben, kennen neben den gesetzlichen Grunddaten der einzelnen Bereiche auch die Vorgänge und Gewohnheiten im Gesundheits- und Krankenwesen. Diese detailierten Fachkenntnisse sind die Voraussetzung um Fehler oder Mängel entdecken zu können. Kommt es zu einem schwerwiegenden Fehler bei der Behandlung durch einen Artz, ist der Rat eines Rechtsanwalts immer anzuraten.
Ein großes Problem in medizinrechtlichen Fällen ist die Beweislast des Patienten.
Der Geschädigte muss im Allgemeinen beweisen, dass es zu einem ärztlichen Fehler kam. Allgemein bekannt ist in diesem Zusammenhang dass bedauerlicherweise einige Ärzte, zum Teil unter Druck ihrer Haftpflicht Versicherung nur sehr zögernd eigene Fehler zuzugeben. Von dieser Bedingung dem Arzt Fehler zu beweisen kann allerdings unter bestimmten Bedingungen etwaig verzichtet werden. Bis jetzt hat der Bundesgerichtshof vier Fälle der Umkehr der Beweislast zugelassen:
- Zerstörung der Beweismittel durch den Arzt.
- Übermäßig grobe Behandlungsfehler
- Nicht funktionierende medizinische Geräte.
- Unrichtige oder unzureichende Aufklärung durch den Arzt.
Ein zusätzliches neues und wichtiges Thema im Medizinrecht ist die Patientenverfügung. Mit Hilfe dieser Erklärung legt der Patient schon im Voraus fest, was mit ihm passieren soll, sobald er beispielsweise auf eine künstliche Beatmung dependent ist Aufgrund dessen, dass für den Fall der Fälle eine fast unüberschaubare Aufstellung an Unwägbarkeiten und deren Folgen zu erwägen sind, ist es generell zu raten sich von einem Anwalt beraten zu lassen. Die Idee an eine Patientenverfügung könnte bei einem gesunden Körper vermutlich ein wenig eigentümlich klingen, aber Unfälle erfolgen täglich.
Vielerlei zusätzliche Infos, wie Rechtsprechungen, Onlineberatung und ein Forum zu medizinrechtlichen Fragen finden Sie im Portal für Medizinrecht der Rechtsanwaltskanzlei Kotz in Siegen-Kreuztal.
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